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Happy Halloween… Oktober 30, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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happyhalloween180.jpg…Euch allen und frohes Gruseln! Und das schon einmal vorsorglich einen Tag früher. Denn das einzige, mit was ich mich heute und morgen erschrecken werde, ist mein Vorschlag für die Dissertation, der am Mittwoch vorliegen muss. Aber ich habe ja Halloween schon ein bisschen vorgefeiert – wenn auch nicht so eindrucksvoll wie auf Burg Frankenstein mit all seinen verkleideten und nicht verkleideten Monstern. Ich war natürlich nicht der einzige Teufel der Party, aber immerhin hatte ich keinen Müllsack als Cape, wie manch anderer. Und ich habe Cider mit schwarzer Johannisbeere probiert, also fast einen echten Blutpunsch. Den trinke ich jetzt zukünftig auch zu Nicht-Halloween-Zeiten – vielleicht kann man da später auch eine Art Glüh-Cider draus machen ;o) Hier ist es nämlich leider nicht so spätsommerlich warm wie in Deutschland… Ich wünsche Euch ein schönes Halloween-Fest mit vielen Kürbissen und Gummiaugen!

Gruselwusel Oktober 25, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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halloweenballon180.jpgFast hätte ich mir vorhin einen aufblasbaren, rostigen Kamin für mein Zimmer gekauft. Oder ein Poster einer alten quietschende Tür für den Eingang. Ich stand auch vor den roten Gummigirlanden, die aussehen, als würde Blut von den Wänden tropfen. Der abgesägte Schädel als Stiftehalter war auch nicht schlecht. Aber ich war vernünftig und habe nur Teufelshörner und einen Mini-Dreizack gekauft, für die Halloween-Party am Wochenende. Und meine Zimmerdekoration beschränkt sich auf diesen kleinen Kürbis-Ballon, der normalerweise in meiner Grünpflanze steckt. Schade, dass ich die ganzen Gummihirne, Skelette und essbaren Glubschaugen in Deutschland habe… Sonst hätte ich ja heimlich nachts die Wohnung dekorieren und dann auf die Schreie der anderen Mädels warten können. Den schwarzen Mann mit der Sense hätte ich direkt in den Flur hinter die Eingangstür gestellt – das wäre eine Menge Spaß gewesen ;o)

Gruselig ist es übrigens auch, dass die Mädchen hier immer noch in kurzem Rock und Flipflops rumlaufen (aber mit Schal) und dass es immer dann anfängt zu regnen, wenn man den Regenschirm gerade wieder in der Tasche verstaut hat. Hat man ihn dann wieder ausgepackt, hört der Regen auf und eine Windböe zerstört das, was vom Schirm noch übrig ist nach ein paar Wochen – ein zerknittertes Skelett, das man gerade wieder zurechtgebogen hat.

Bei Alice und Harry im Wunderland Oktober 21, 2006

Posted by faleiry in Reisen.
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oxfordradcliffecamera1_180.jpgWeiße Hasen mit Taschenuhren und grinsende Katzen habe ich zwar nicht gesehen, aber dafür ganz viele grinsende Japaner mit Fotoapparaten. Meine Kommilitonin Yung-Lan und ich waren aber auch nicht besser, als wir heute ganz nach Touri-Art mit Stadtplan und Kamera durch Oxford gezogen sind. Ich glaube, in Oxford gibt’s nur Studenten und Touristen. Und die Touristen erkennt man daran, dass sie – im Gegensatz zu den Studenten – T-Shirts mit der Aufschrift „Oxford University“ tragen.

Außer sehr eindrucksvollen, mittelalterlichen Unigebäuden hat Oxford eigentlich nicht viel anderes (sofern man das nach einem Tag beurteilen kann), denn die Stadt besteht fast nur aus Universität. Unter der Erde lagern acht Millionen Bücher, in der Schatzkammer sogar ägyptische Papyrusrollen, ein paar Shakespeare-Werke und die erste Gutenberg-Bibel. Die haben wir leider nicht gesehen, aber dafür einen Teil der Bodleian Library, die noch so aussieht wie im Mittelalter. Und der Geruch der alten Bücher ist überwältigend. Anfassen und fotografieren ist natürlich nicht erlaubt. Aber filmen – manchmal. Die Bibliothek ist nämlich zugleich die Hogwarts-Bibliothek in den Harry Potter-Filmen. Und der Speisesaal in Oxfords College Christ Church ist der große Hogwarts-Festsaal. Sieht auch in echt ziemlich genauso aus, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt. Nur ohne Geister ;o) Und die Dienstmädchen dort sehen aus wie Dienstmädchen aus schlechten Filmen und tun nichts anderes, als Türklinken und den Kaminsims zu polieren. Wahnsinn.

oxfordmarket5_klein180.jpg

Oxford ist übrigens auch die Geburtsstadt von Alice im Wunderland, denn Lewis Carroll hat hier die Geschichte geschrieben. Deswegen gibt’s auch einen eigenen, winzigen Alice-Shop – ich konnte mich gerade noch zurückhalten, Humpty Dumpty Eierbecher oder des Hutmachers Teeservice zu kaufen ;o) Außerdem haben wir in der Oxford Markthalle einen Kuchenladen gefunden, der Motto- und Kunsttorten herstellt, und das auch im Schaufenster, dass man direkt dabei zugucken kann. Das kleine Bild rechts zeigt übrigens eine der Halloweentorten. Hochzeitstorten gibt es natürlich auch, steht aber kein kompletter Preis dran – aber allein die Marzipan-Braut kostet 20 Pfund…

Arbeit, Arbeit, Arbeit Oktober 18, 2006

Posted by faleiry in Studieren.
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Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Zettelberge und die Bücher. Natürlich habe ich nicht die Hälfte von denen gelesen, die ich vor einer Woche noch ganz ehrgeizig aus der Bibliothek geschleppt habe. Ja, ich studiere also auch und knipse nicht nur Sehenswürdigkeiten. Deswegen ist es gerade ein wenig ruhiger im Blog. Übermorgen ist der erste Essay fällig und ich wühle mich durch Literatur und merke, was ich alles vergessen habe. Bis Weihnachten ist mein Terminkalender schon vollgepackt mit Abgabe- und Präsentationsterminen. Schließlich will uns der Studiengangsleiter einmal im Senior Management sehen, hat er gesagt. Ganz klar, genau da will ich unbedingt hin! Naja, eigentlich würde ich doch lieber Sehenswürdigkeiten knipsen. Aber ich kämpfe mich trotzdem weiter durch den Stoff, hart aber spannend. Und so viele Sorgen muss ich mir wohl doch nicht machen: Heute im Professional Writing-Test hat sich herausgestellt, dass nicht mal die wenigen Muttersprachler die englische Grammatik beherrschen. Nun gut, es waren ja auch ein Schotte, ein Waliser und ein Kanadier… Am Samstag gibt’s dann aber endlich eine kleine Belohnung für die hart arbeitenden Master-Studenten: Auf dem Programm steht ein Tagestrip nach Oxford, ganz ohne lernen, aber mit ganz viel Sightseeing.

Denkausflug Oktober 14, 2006

Posted by faleiry in Reisen, Studieren.
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stdonatscastle33_180.jpgFreitag, der 13., und ich bin weder ins Meer gefallen noch habe ich aus Versehen unsere Wohnung in Brand gesteckt. Nur unser Bus, der uns zu Recherchezwecken ins Atlantic College an die Südküste bringen sollte, war eine Stunde zu spät. Das Warten hat sich aber gelohnt, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt. Das College im St. Donat’s Castle bei Llantwit Major ist ein Mini-Hogwarts mit eigenen Gärten, steinernen Wächtern, Klassenzimmern mit Blick aufs Meer und rundherum nichts als Wasser und Wald. Die Umgebung sollten wir dazu nutzen, spazieren zu gehen und zwischen den Essens- und Kaffeepausen über unser Dissertations-Thema zu meditieren. Außerdem hatten wir dort zwei Unterrichtsstunden – nicht, dass wir dafür hätten 20 Meilen in die Pampa fahren müssen. Dort ist das Denken jedoch viel leichter gefallen, vor allem mit dem Meeresrauschen im Hintergrund. Also endlich weite See und ein paar kleine Steilküsten. Wie schön es ist, einfach die Nase in den Wind zu halten und zu atmen.

stdonatscastle13_klein.jpgEin paar Inder und Afrikaner haben die Idylle zwar auf der Rückfahrt ein bisschen gestört – nachdem wir die College-Bar zum Abschluss hatten plündern durften, gaben sie anschließend im Bus lautstark Trinklieder zum Besten. Aber gut, dass es manche dann gar nicht mehr bis zum gemeinsamen Abendessen in Cardiff geschafft haben ;o) Komisch auch, dass mir heute einmal mehr aufgefallen ist, wie schnell hier scheinbar Freundschaften geschlossen werden. Wenn man mehr als drei Worte miteinander gewechselt hat, ist man ein Freund. Dann hat mich auch noch eine Inderin dazu aufgefordert, ihr zu sagen, dass sie fett ist, weil ich ja schließlich ihre Freundin sei und Freunde einander so etwas ehrlich sagen. Morgen könnte ich also ein oder zwei Freunde weniger haben – aber naja, der hohe Alkoholpegel wird hoffentlich einiges an Erinnerungsvermögen tilgen ;o)

Husten und Schnupfen – ein Job mit Zukunft Oktober 12, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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Kellnern oder Flyer verteilen als Studentenjob ist öde gegen das, was ich heute gefunden habe: Geld verdienen mit einer Erkältung! Und zwar im Common Cold Centre der Biomediziner der Cardiff University. In der Vorlesung haben Lauren aus Bristol und ich heute um die Wette gehustet und sind beim Rausgehen über eine Werbeschild des Common Cold Centres gestolpert. Leider hat sich herausgestellt, dass die Forscher dort nur frisch infizierte Kranke brauchen und unsere Erkältungen schon zu alt sind. Aber die nächste Erkältung kommt bestimmt und dann lassen wir uns zwölf Tage untersuchen und mit Vitaminen füttern und bekommen dafür 40 Pfund. Na immerhin, das englische Wetter ist doch für was gut.

Gestern hab ich auch die Dance Society ausprobiert und werde wohl dabei bleiben, auch wenn das HipHop-Hüpf-Shake-Gehopse nicht so sehr mein Ding ist. Außerdem tragen die Mitglieder alle kreischend pinke T-Shirts mit dem Club-Logo drauf…muss man aber nicht, wurde mir versprochen. Naja, wenigstens ein Mal die Woche ein bisschen Bewegung – außer dem Schildkröten-Marathon, den ich hier jeden Tag auf dem Weg zur Uni, in die Stadt und zurück nach Hause zurücklege. Vielleicht sollte ich dem Lady-Rugby-Team beitreten, das wär’ doch was! Bald bekommt unser Studiengang eine Führung durchs Millenium-Stadium und der Studiengangsleiter hat uns angeraten, das nächste Match zu sehen und uns Daten und Ticketpreise per Mail geschickt. Sonst schickt er nur weitere, ewig lange Literaturlisten, die wir bitte alle bis gestern gelesen haben sollen. Er muss also Rugby-Fan sein. Ob es Rugby-Sammelkarten gibt? Vielleicht kann man ihn ja damit bestechen, dass er die ein oder andere Deadline um eine Woche nach hinten verschiebt…

Meerblick: zweiter Versuch Oktober 9, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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cardiffcastle13-180.jpgTouristen glauben aber auch alles. Zum Beispiel, dass wenn eine Bushaltestelle „Channel View“ heißt, man von dort auch einen tollen Ausblick auf das Meer haben muss. Stattdessen ist die Endstation eine Straße mit Namen „Channel View“, mitten im sozialen Wohnungsbau-Viertel. Hübsch. Vor allem die benachbarte Baustelle, die einmal ein Industriegebiet werden soll. Und der Busfahrer sagt einem noch beim Aussteigen, dass man aufpassen soll. Das war also der zweite Versuch, das weite Meer von einer Steilklippe aus zu sehen. Bloß nicht aufgeben.

Aber zum Glück gab es am Wochenende auch wieder ein paar schöne Dinge zu sehen, zum Beispiel das Cardiff Castle von innen – das kleine Foto ist eine Aufnahme aus dem Innenhof. Sehr eindrucksvoll, mit all seinem Prunk, goldenen Deckenmalereien, einem Mini-Akropolis-Dachgarten, dem Verlies und vielen zahmen Pfauen im Schlossgarten. Die Erläuterungen des Tour-Guides wurden eigentlich nur von diversen Hupkonzerten und Fangesängen außerhalb der Schlossmauern gestört. Das war bevor die walisische Fußballmannschaft die größte Heimniederlage seit anno dazumal erleiden musste. Nach dem Spiel war es jedenfalls rund ums Stadion und in den Pubs ungewöhnlich ruhig für einen Samstagabend. Sonst alles wie immer: Sonne, Wind, Feueralarm. Aber: Die Trockner funktionieren doch – man darf nur nicht den kaputten erwischen!

Sonnig und heiter Oktober 4, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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haha180.jpgSchon zwei Tage Sonnenschein und kein Regentropfen – im Gegensatz zu Deutschland, wie ich mir habe sagen lassen ;o). Die Waliser Straßenmusiker singen hier sogar Nenas „99 Luftballons“ und die Kneipen haben hübsche Namen, wie Ihr auf dem Bildchen erkennen könnt. Außerdem nähert sich Halloween, obwohl die Deko in den Geschäften weitestgehend von Weihnachtskugeln verdrängt wird. Und heute habe ich mich mal wieder verlaufen und dabei entdeckt, dass der Bute Park und der River Taff direkt ein paar Meter neben meinem Haus vorbeiführen. Eine schöne Nebenstrecke in die City also, zumindest tagsüber. Und die Mensa der Cardiff University ist auch nicht schlecht – da gibt es nämlich auch Abendessen, wie ich heute zusammen mit meiner Mitbewohnerin Maria festgestellt habe. Das Essen unterscheidet sich nicht sonderlich vom gewohnten. Wobei: Ich konnte den Mensa-Mitarbeiter gerade noch davon abhalten, einen Berg Pommes Frites mit Essig über meine Pastapfanne zu kippen.

Lockeres Studentenleben? Von wegen! Oktober 2, 2006

Posted by faleiry in Studieren.
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Wie gut, dass ich heute pünktlich an der Uni war und auch den Raum auf Anhieb gefunden habe. Denn zwei Minuten nach Unterrichtsbeginn verschließen die Professoren den Saal von innen und kleben einen Zettel an die Tür: „Sorry, Du bist zu spät und kommst nicht mehr rein. Sei das nächste Mal pünktlich.“ Willkommen im britschen Unisystem. Wenigstens bei den Master-Studiengängen.

Ich habe den ersten Vorlesungstag also überstanden und musste nicht vor der Tür warten. Er war zugegebenermaßen ein bisschen einschüchternd – wir haben direkt den ersten Leistungsnachweis aufgedrückt bekommen und müssen in zwei Wochen einen zehnseitigen Essay abgeben, der 40 Prozent für die Semesternote zählt. Also ist es erst einmal aus mit Studentenpartys jeden Abend. Das wird wahrscheinlich auch für den Rest des Jahres gelten, denn es gibt ja auch noch ein paar andere Fächer. Ich bin jetzt also kein OJ mehr, sondern ein IPR: einer der rund 40 oder 50 Studenten der International Public Relations. Auf dem Stundenplan stehen PR Theorie und Praxis, Professional Writing, Recherche für die Dissertation, Politische Kommunikation, Interkulturelle Kommunikation, Marketing und Internet und New Media. Außerdem wird zwei Mal die Woche ein internationaler Gastdozent aus der PR- und Medienwelt für einen Vortrag nach Cardiff eingeflogen. Das Masterprogramm dauert ein Jahr und ist deswegen entsprechend vollgepackt. Und das Tollste, denn ich hab ja noch nicht genug vom Diplomarbeit-Schreiben: Im Sommer mache ich das Ganze nochmal, diesmal als Dissertation und auf Englisch. Klingt nach einer Menge Spaß! Denn mit der Recherche sollen wir jetzt schon beginnen. Nächste Woche geht es gleich auf einen Studienausflug an die Küste, zu Recherchezwecken an einem College – keine Ahnung, was ich da recherchieren soll, aber da findet sich sicher etwas. Möwen zum Beispiel.