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Die Woche auf Paracetamol November 27, 2006

Posted by faleiry in Leben, Studieren.
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lemsip180.jpgDas böse walisische Wetter hat mich in der vergangenen Woche auch endlich erwischt – das Ergebnis: drei Tage im Bett mit Erkältung und allem, was dazugehört. Dem Paracetamol-Rausch habe ich es zu verdanken, dass ich meinen Essay zu Spin und Demokratie aber doch pünktlich am Freitag abgeben konnte. Und dass ich am Freitagabend auch zur PRler Winter-Party im Gassy Jacks gehen konnte. Dumm nur, dass auch der Lehrer da war, dessen Stunde ich morgens wegen Krankheit absagen musste… Ich glaube aber, er hatte ohnehin schon zu viel Brains getankt. Jedenfalls hat er mir von irgendwelchen Marketing-Analyse-Kurven erzählt, die ich als Deutsche angeblich kennen müsste, weil sie aus Deutschland kommen. Ich hab brav genickt („Klar kenne ich die berühmte J-Kurve, wer kennt die nicht?“) und hoffe, dass er sich am nächsten Freitag an nichts mehr erinnern kann. Außerdem hab ich Yung-Lan Deutsch beigebracht, weil sie vor Weihnachten eine Deutschland-in-fünf-Tagen-Reise macht: Frankfurt-Hahn, Heidelberg, München, Neuschwanstein – für die Drosselgasse hat’s leider nicht gelangt.

Sonst geht es jetzt hier in den vorweihnachtlichen Endspurt, noch fünf Deadlines bis zum 15. Dezember, da macht der Advent erst richtig Spaß. Vielleicht geht’s aber nächstes Wochenende für einen Tagestrip nach Bath. Und Rugby ist bestimmt auch wieder. Am Samstag haben die Waliser jedenfalls kläglich gegen Neuseeland verloren – und das obwohl die Spieler ihren Haka aus politischen (mir unbekannten) Gründen nur in der Kabine und nicht auf dem Spielfeld getanzt haben. Dabei habe ich mir gerade eine kleine Wales-Flagge zum Wedeln gekauft. Die konnte ich dann erst wieder daheim aus meiner Tasche ziehen. Jetzt ist und bleibt sie ganz verkrumpelt – ob das ein schlechtes Zeichen für die Zukunft des walisischen Rugbys ist?

Mein erstes Mal… November 18, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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walescanada16_180.jpg…im Stadion überhaupt! Ja, zugegeben, ich dachte, es gäbe den Kommentator auch live und nicht nur im Fernsehen. Pustekuchen. Keine Stimme aus dem Off, die einem erklärt, was auf dem Spielfeld so vor sich geht. Bei Rugby ist das nämlich gar nicht so einfach nachzuvollziehen. Und erst recht nicht, wenn sich im Verlauf des Spiels die Trikotfarben der Teams angleichen – zu gräulich-braun-grün. Ist aber trotzdem eine Menge Spaß, und gelernt habe ich zumindest die Grundregeln: Je Team 15 Spieler, kein Tormann, der Ball darf nicht nach vorne gepasst werden, nur nach hinten. Und wenn ein Spieler den Ball hat, muss er ihn über die weiße Linie bringen, nicht ins Pfostentor. Dabei wird er von den Gegnern aufgehalten, wahlweise durch Umrennen, auf den Boden Werfen, auf den Spieler Werfen oder einfach den Fuß Festhalten, so dass der Ballträger in den Dreck fällt. Dann werfen sich alle anderen auch noch drauf, bis der Ball an irgendeiner Ecke des Haufens wieder rauskommt. Wenn der Ball wirklich hinter die weiße Linie kommt, darf der Spieler noch einmal mit dem Fuß schießen und dann muss er tatsächlich zwischen die Pfosten treffen. Dann gibt’s insgesamt sieben Punkte. Rugby ist defintiv viel spannender anzusehen als Fußball – und lustig dazu, für jemanden, der keine Ahnung hat.

Die Waliser haben die Kanadier mit 61 zu 26 ziemlich plattgemacht. Dementsprechend war auch die Stimmung im Stadion: 74.000 Zuschauer, wehende Flaggen, Drachenhüte, Laola-Wellen und Teile der walisischen Nationalhymne, die immer wieder zwischendrin gesungen wurden – da konnte ich leider nicht mit einstimmen, walisisches Kauderwelsch. Naja, vorher hat ein unglaublich bekannter walisischer Sänger mit einem Chor auf dem Spielfeld Musicalsongs geträllert, Jesus Christ Superstar, Miss Saigon und Ähnliches. Ich habe nur darauf gewartet, dass die Spieler während ihrer Aufwärmübungen mit dem Kopf zuerst in den Chor krachen. Und ich habe zum ersten Mal Bier im Plastikbecher mit Plastikdeckel serviert bekommen. Konnte man auch einen Strohhalm durchstecken und dann in ein Pappkörbchen für fünf Becher stellen, mit Henkel zum Tragen. Wie praktisch. Irgendwie habe ich heute leichte Kopfschmerzen.

Backstage Millenium Stadium November 15, 2006

Posted by faleiry in Leben, Studieren.
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rugbyticket_180.jpgDa in einem Kurs gerade Krisen- und Eventmanagement auf dem Programm steht, unser Studiengangsleiter ein großer Rugbyfan ist und zufällig mit dem Management Director des Millenium Stadiums befreundet ist, haben wir all das bei einem Stadionbesuch vereint. Vor der vierstündigen Führung gab’s zur Einstimmung ein paar Katastrophenfilme von brennenden Stadien, Massenpanik und randalierenden Fans. Aber auch von der Organisation des Charity-Konzerts für die Tsunami-Opfer und der letzten Rugby-Weltmeisterschaft in Cardiff. Danach sind wir durch die Katakomben des Stadions gewandet, die Ränge hoch, die Ränge runter – nur auf den Rasen darf man nicht, sonst wird man verhaftet. Und da ich das Stadion jetzt unbedingt auch mal in Action sehen will, haben wir uns gleich Tickets für das nächste Rugbymatch am kommenden Freitag geholt: Wales gegen Kanada, wie Ihr auf meiner Karte rechts sehen könnt . Vielleicht verstehe ich danach ja auch die Regeln und warum sich alle immer auf einen Haufen werfen. Aber es wird sicher etwas skurril, die Rugbyspieler und deren grölende Fans in Trikots mit der Sponsoren-Aufschrift „Brains!“ zu sehen…

B.A. oder die Queen? November 13, 2006

Posted by faleiry in Reisen.
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londoncamdenmarket15_180.jpgWofür man nicht alles einen Haufen Geld ausgeben kann. Zum Beispiel für Jesus als Actionfigur mit Glow-in-the-Dark-Händen inklusive Fische und Brote aus Plastik. Oder für einen Klodeckel-Bezug mit Plüschrahmen – wahlweise mit der Queen, David Hasselhoff oder B.A. vom A-Team. Nein, ich habe während meines Wochenendtrips nach London weder das eine noch das andere auf dem Camden Market gekauft. Dafür andere nutzlose Utensilien, die aber verschenkt werden und deswegen nicht verraten werden dürfen. Aber sie sind fast so toll wie die Jesus-Actionfigur! Ach so, Sigmund Freud gab’s auch, der war aber nicht so cool wie Jesus.

Außerdem haben die Londoner bei der Lord Mayor’s Show ihren Oberbürgermeister gefeiert und haben dafür eine stundenlange Parade aufgefahren. Warum, weiß ich zwar nicht, und die Dame, die ich für die Queen hielt, war gar nicht die Queen, aber es war trotzdem hübsch. Kulturvereine, die Müllabfuhr, der Rolls Royce-Club und die Armee samt Panzern und Kanonengeschützen – nicht gerade eine Faschingsparade und Bonbons gab’s auch nicht, aber doch sehr, tja, abwechslungsreich. Und ein Fakir hat stundenlang einen Handstand auf einem Turm aus weißen Styropor-Kugeln gemacht. Was die Engländer nicht alles tun für ihren Oberbürgermeister.

Herbstspaziergang November 7, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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blaetter180.jpgDer walisische Herbst zeigt sich gerade in den schönsten Farben. Nur die Eichhörnchen wollten sich bei unserem Herbstspaziergang durch den Bute Park nicht so recht mit der Kamera einfangen lassen – auch nicht, als sich Yvonne klammheimlich durchs Gebüsch angeschlichen hat. Die Rugbyspieler im Bute Park waren dafür nicht so flink, wenigstens haben wir die fotografieren können. Am Samstag waren dann die Profis im Millenium Stadium dran und haben unentschieden gegen Australien gespielt. Die Innenstadt war dementsprechend voll mit trötenden Fans, wahlweise mit aufblasbaren Känguruhs oder Drachen ausgerüstet.

schafhund180.jpgAm Sonntag hat sich der walisische Young Farmer’s Club am Cardiff Bay präsentiert, um den Stadtmenschen das ländliche Wales nahezubringen. Die Schafparade haben wir leider verpasst – dafür haben wir die Hütehund-Vorstellung gesehen. Dabei musste der Schäferhund eine Entenmeute im Slalom um die Besucher lotsen. Hat er auch super hinbekommen, auch wenn die Entchen zum Schluss etwas gestresst aussahen ;o) Nach einem leuchtenden roten Brains Bier haben wir dann auch noch den leuchtenden roten Sonnenuntergang gesehen, und zwar direkt vom Meer aus. Denn statt dem Bus haben wir das Wassertaxi genommen – ein Boot, das vom Hafen direkt in die Innenstadt fährt. Gut also, dass ich kein Schaf mitgenommen habe, denn dem wäre wohl schlecht geworden. Dann hätte ich aber einen Bestseller schreiben können: Schiffbruch mit Schaf, oder so.

Wham! Das Grauen naht November 1, 2006

Posted by faleiry in Leben.
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Und das obwohl seit heute alle Monster und Totenschädel aus den Schaufenstern verschwunden sind. Dafür sind über Nacht eine Menge anderer Schreckgespenster aufgetaucht, diesmal in Form von Nikoläusen, Rentieren – und George Michael. Ja, tatsächlich habe ich heute zum ersten Mal „Last Christmas“ von Wham! gehört. Und zwar im Kaufhaus, dafür aber in voller Lautstärke. Eigentlich wollte ich etwas anprobieren, aber als nach „Last Christmas“ auch noch „Winter Wonderland“ kam, habe ich das Teil doch lieber liegen lassen und mich aus dem Staub gemacht. Aber die Flucht hat nicht viel geholfen. Im nächsten Laden lief „I’m Dreaming of a White Christmas“ und die Verkäuferinnen haben gerade die Regale für eine Tonne Schneekugeln und Weihnachts-Glitzer-Geschenkpapier leergeräumt. Da bin ich gleich wieder umgekeht. Ich mochte die Sensemänner lieber als die Schneemänner. Letztere bekommt man dafür aber gerade im 3 for 2 Angebot.