Kampf um die Drachenwurst Januar 27, 2007
Posted by faleiry in Leben.add a comment
Wie schön, dass jemand aus unserer Wohnung diesen Zeitungsausschnitt aufgehoben hat. Auf dem Weihnachtsmarkt habe ich mich noch gefragt, was Welsh Dragons sind. Antwort: scharfe Würstchen mit Lauch und Chili. Die dürfen aber künftig nicht mehr Welsh Dragons heißen, weil sonst die Verbraucher in die Irre geführt würden – Drache ist nämlich gar nicht drin. Und so kämpft die Wurstfirma gegen die Behörden: Es hätte sich noch niemand darüber beschwert, dass Drachenfleisch fehlen würde. Alles Gezeter nutzt nichts: Jetzt muss auf der Verpackung „Welsh Dragon Pork Sausage“ stehen. Damit auch alle wissen, dass es feurige Schweins- und keine Drachenwürstchen sind.
Kein Schnee in Cardiff… Januar 25, 2007
Posted by faleiry in Leben, Studieren.1 comment so far
…dafür überall Bikinis und Osterhasen im Sonderangebot. London hatte heute zwar angeblich zwei Zentimeter Schnee in der Innenstadt, aber bis nach Wales sind die Wolken noch nicht gekommen. Kalt, klar, trocken und sonnig – na, kann ich damit so manchen Eingeschneiten in Deutschland ein bisschen neidisch machen? Dafür habe ich leider auch keine Tickets mehr für Stonehenge bekommen, obwohl ich (aber ohne Kostüm) gleich am ersten Tag da war. Hab mich schwarz geärgert, vor allem, als ich rausgefunden habe, dass es eine Mannheimerin (!) war, die mir am Schalter keine Karten mehr verkaufen wollte. So, und weil ich ja natürlich auch viel lieber Bücher lese und Essays schreibe, als Fotos von ohnehin vermoderten Steinhaufen zu schießen, stürze ich mich eben in die Arbeit. Oder so ähnlich. Der Bücherstapel hier liegt schon eine Weile hübsch auf meinem Schreibtisch und glotzt mich jeden Morgen beim Auftstehen bedrohlich an. Bisher hab ich meist nur zurückgeglotzt. Das ändert sich jetzt aber. Morgen. Ganz bestimmt.
Bis nächste Woche analysiere ich also Googles globales Ansehen und denk mir aus, was die Jungs in Silicon Valley eigentlich alles falsch machen. Nebenbei denke ich mich durch meine Dissertation und was ich so alles falsch machen kann. Und kämpfe mit den Uni-Internet-Fuzzis um Zugang zu Second Life – auch nur für die Dissertation natürlich. Da aber der ältere Herr hinter dem Infoschalter den Security-Leuten was von Half Life und nicht von Second Life erzählt hat, bezweifle ich, dass für mich so schnell Teile der Firewall eingerissen werden („Nein, ich will keine Leute erschießen, ich will nur mit denen reden. Ja, da in dem Spiel. Ja das geht. Ja, auch ohne schießen.“).
Los jetzt, Frühling! Januar 19, 2007
Posted by faleiry in Leben.3 comments
So, ich habe beschlossen, dass jetzt Frühling ist. Und da der in Wales wahrscheinlich ohnehin nicht freiwillig kommt, hab ich ihn bei Tesco gekauft und gezwungen, ein bisschen bunte Stimmung in die Trübe zu bringen. Und zwar in Form einer Primel und original walisischen Osterglocken – die sind nämlich neben dem Drachen auch Wahrzeichen von Wales und gibt’s sogar aufblasbar zum Wedeln im Stadion. Und siehe da, es wirkt schon: Der erste und wahrscheinlich einzige Marienkäfer in Cardiff ist in meine Primel eingezogen. Für’s Foto musste ich ihn zwar etwas ins rechte Licht rücken, aber immerhin wohnt er da jetzt schon zwei Tage.
Ich konnte meine Frühlingsboten heute gerade noch vor meiner Mitbewohnerin Fleur (kein Witz) retten, die gerade dabei war, aus Blumen und wilden Kräutern Creme zu machen. Sie studiert Pharmazeutik und füllt gerade in der Küche eine Eigenkreation in Töpfchen ab. Sogar mit Primeln drin – also genauer gesagt Nacht-Primeln, was auch immer das ist. Ich dachte, sie backt Kuchen und als sie etwas von Cream sagte, dachte ich an Sahne. Zum Glück konnte sie mich gerade noch davon abhalten, den Finger in den Teig zu stecken. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich meine Osterglocken gegen ein selbst gemachtes Mittel gegen Alzheimer tauschen will.
Back in Cardiff Januar 16, 2007
Posted by faleiry in Leben.add a comment
Nebel, Regen, Wind und kreischende Möven – willkommen zurück in Wales. Erholt nach vier Wochen Deutschland, gutem Essen, vielen Freunden, Weihnachten, Silvester und Geburtstagen. Ein bisschen Deutschland habe ich auch mit auf die Insel gebracht, und zwar in Form von Vollkornbrot, Zigaretten, Smarties und Radler (Pfungstädter war an der Königsteiner Tankstelle leider aus). Damit dürfte der Berg Arbeit und das nahende zweite Semester leichter zu überstehen sein. Das geht zwar erst in eineinhalb Wochen wieder los, aber natürlich habe ich während der letzten Wochen kein Buch angefasst, geschweigedenn mich mit meiner Dissertation befasst. Und leider war ich heute auch zu spät an der Uni, um noch ein Ticket für den Tagestrip nach Stratford Upon Avon am übernächsten Samstag zu ergattern, aber ich bin die erste auf der Warteliste. Vielleicht habe ich ja doch noch Glück. Für die Stonehenge-Tickets sollte ich vielleicht vor der Students Union campieren. Oder ich leihe mir die tollen Cyborg-Kostüme der Straßenkünstler, die heute in der Fußgängerzone die Leute erschreckt haben, und stürme den Ticketschalter. Wie auch immer, ich werde berichten – ab jetzt auch wieder regelmäßig.




